Resümee

Nachdem nun die erste Arbeitswoche nach unserem Englandtörn wie im Flug vorübergegangen ist, möchte ich nicht versäumen, noch ein kleines Resümee unseres Urlaubstörns zu ziehen. Nach meinem letzten Beitrag haben wir noch ein paar herrliche entspannte Tage auf der Insel Texel verbracht und sind die letzte Etappe durch die Waddenzee und das Ijsselmeer bei schönem Wind nach Warns gesegelt. Weiterlesen „Resümee“

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Die Reise geht zu Ende

17 Tag: Ein Tag in Blankenberge

Blankenberge ist die vorletzte belgische Bettenburg auf dem Weg Richtung Holland. Nach Blankenberge kommen noch der Seehafen von Brügge – Zeebrügge – mit seinen Kränen und Containerverladungen und eben die letzte Hochhäusermeile Knokke-Heist, bevor die Küste mit Cadzand und Breskens in Holland weitergeht. Weiterlesen „Die Reise geht zu Ende“

Zurück nach Europa

14. Tag: Von Faversham nach Ramsgate, 32 Seemeilen

Als wir am Morgen aufstanden, sah es noch nicht so aus, dass man hier gegen 14:00 Uhr tatsächlich wieder mit einem Boot fahren könnte. Wir sind also nochmal in die Stadt gegangen, um ein paar Besorgungen zu machen und noch einen Blick in den einen oder anderen Winkel der 18.000 Einwohner zählenden Stadt in der Grafschaft Kent zu werfen. Weiterlesen „Zurück nach Europa“

London Calling!

8. Tag: von Harwich nach Brightlingsea, 28 sm

Als wir gestern Abend Harwich ansteuerten sah ich im AIS auf unserer elektronischen Seekarte ein recht großes Containerschiff kurz hinter uns in den Hafen von Harwich einlaufen. Die Daten zum Schiff gaben eine Länge von 400 Metern an. Wow! Ein echt Großer. Als wir uns dann von der Pier aus das Anlegemanöver ansehen wollte, waren wir nicht allein. Weiterlesen „London Calling!“

Harwich und River Deben

5. Tag: Von Woolverstone nach Harwich, 6 sm Flußfahrt

Gestern Abend kam dann noch eine WhatsApp von Dirk. Die beiden hatten sich angesichts des Wetterberichtes dazu entschieden, schon den Heimweg auf den Kontinent anzutreten. Ein Wiedersehen mit gemeinsamer Weiterfahrt in den River Deben sollte es also nicht geben. Wenn man – wie die beiden – nur ein recht begrenztes Zeitfenster hat, sollte man nicht zögern eine schnelle Entscheidung zu treffen. Eine Schlechtwetterphase könnte ansonsten eine Rückfahrt unmöglich machen (zwischenzeitlich sind die beiden wieder sicher in Vlissingen/Zuid-Holland angekommen).

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Die ersten Tage – Es geht los!

1. Tag: Warns – Amsterdam: 43 SM, 10 Stunden, 3 Schleusen

Nachdem wir gestern Abend um ca. 20 Uhr in Warns angekommen waren, alles verstaut hatten (ich glaube, auf meiner 3-monatigen Ostseerunde war auch nicht mehr an Bord), konnte es heute Morgen losgehen. Um 9:15 Uhr hatten wir uns mit Dirk und seinem Mitsegler Uli an der Schleuse in Stavoren zum Palaver verabredet. Also zu einer Absprache darüber, wie und auf welchem Wege wir nun zu den Engländern rüber machen.

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Auf nach England!

Der Urlaub naht 🙂 In zwei Wochen geht es los. Die Segelreise soll Annette und mich in diesem Jahr nach England bringen. Genauer gesagt an die ostenglische Küste. Auch wenn in verschiedenen Segel-Foren nur von der „hässlichen englischen Ostküste“ gesprochen wird, so freue ich mich doch schon sehr und bin eigentlich davon überzeugt, auch dort ein paar hübsche Flecken zu finden. Weiterlesen „Auf nach England!“

LuMMEL wird berühmt…

..naja, zumindest ist mein Boot in der Zeitung 🙂

Im Sommer letzten Jahres wurde ich von Alexander Worms, einem Redakteur des größten deutschen Segelmagazins Yacht (www.yacht.de) angesprochen, ob ich mein Boot für einen Gebrauchtbootstest zur Verfügung stellen würde. Die Überraschung war groß, dass die Wahl für einen solchen Test auf LuMMEL fallen würde und nach einigen Emails und organisatorischer Klärungen (Termin, Versicherung etc.) hat dieser Test dann an einem Wochenende im Juni 2016 in Lelystad, NL stattgefunden. Weiterlesen „LuMMEL wird berühmt…“

So what?

Seit meiner langen Ostseereise im letzten Jahr habe ich mich hier sehr rar gemacht. Anderen Dingen musste mal wieder Priorität gegeben werden! Es gab aber auch keine großen seglerischen Ereignisse mehr im Jahr 2015. Noch zwei, drei Wochenend-Segeleien und dann kam LuMMEL bald auch schon ins verdiente Winterlager.

Seit Ostern schwimmt LuMMEL wieder und wartet natürlich auf große Fahrt! Und die sollte es auch gleich am Anfang der Saison – am Himmelfahrtswochenende – geben. Nicht wieder ein paar Monate, nein, nur ein paar Tage. Aber dafür einmal quer über die Nordsee nach England, Fish’n Chips essen und wieder retour. Bei optimalen (Wetter- und Wind-)Bedingungen eigentlich gut zu schaffen. Östliche Winde sollten mich gut Richtung England ´rüber bringen und für die Rückfahrt hatte ich schon mal genug Diesel dabei, da eher wenig Wind und auch nicht aus der optimalen Richtung angesagt war. Eine Richtung von Warns nach Lowestoft in Ostengland, das war mein genaues Ziel, rund 140 nautische Meilen, ca. 260 km. 35 Stunden hin, 35 Stunden zurück, so meine Kalkulation bei 4 Knoten Fahrt. So ein langes WE hat ja immerhin rund 100 Stunden 😉

Also ging es am Mittwochmittag, ausgerüstet mit den aktuellsten Seekarten, einer britischen Gastlandflagge, Diesel und reichlich Lebensmitteln, mit dem Auto zum Boot, am späten Nachmittag über das Ijsselmeer durch die Stevinssluis in die Nordsee und um 23 Uhr war ich in Den Helder, dem wichtigsten niederländischem Marinehafen und meinem geplanten Absprungort nach Lowestoft.

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Den Absprung über den „kleinen Teich“ hatte ich dann am Donnerstag morgen um 7:30 Uhr zu Hochwasserzeit gewagt. Vorbei am Leuchturm Huisduinen am Seegat zwischen Texel und Nord-Holland, schob mich das ablaufende Wasser und die schöne östliche Brise dann auch recht zügig vom Wattenmeer auf die offene Nordsee hinaus. Bereits nach ca. 5 Stunden war es dann vorbei mit der Herrlichkeit, der Wind wurde sehr schwach, so dass ich den Motor zur Hilfe nehmen musste. Klar, dass man evtl. zwischendurch mal den Motor brauchen würde. Vorbei ging es an einigen Ölplattformen und Frachtschiffen.

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Aber der Wind kam leider nicht wider… So war das allerdings nicht geplant :-(. Gegen 19:00
Uhr, zu diesem Zeitpunkt hatte ich ca. die Hälfte geschafft, kamen mir allerdings Zweifel, ob es wirklich Spaß macht, noch weitere 12 bis 15 Stunden unter Motor weiter zu fahren. Zumal der Rückweg noch mit schon eingeplanter Motorzeit anstand. Schweren Herzens entschloss ich mich dann, meine „ Eroberung der britischen Krone“ auf ein anderes Mal zu verschieben. Bei etwas mehr Zeit und etwas mehr Wind.

Umkehr

Also kehrt Marsch und zurück nach Holland, statt Fish’n Chips also doch „nur“ Frikandel Spezial. Auch lecker! Gegen 6 Uhr morgens war ich dann in Ijmuiden angekommen. Müde aber mit meiner Entscheidung im Reinen. Zur Belohnung bin ich dann die letzten Stunden durch die doch noch recht kalte Nacht (6° C) bei moderatem Wind und gegenläufiger Strömung gesegelt.
Nach einer Mütze Schlaf und Motorraum leer Pumpen (durch eine nicht festgezogene Entlüftungsschraube sind während der langen Fahrt ca. 1,5 Liter Diesel im Motorraum ausgelaufen ) bin ich dann am Mittag mit auflaufendem Wasser wieder Richtung Norden zum Wattenmeer aufgebrochen. Zunächst mit schönen Wind, aber dann war wieder der Motor am Zuge, allerding bei herrlichstem Kaiserwetter. Tagesziel war der Waddenhaven von Den Over, dem nord-östlichsten Ort der ehemaligen Insel Wieringen, bevor das Ijsselmeer eingedeicht würde und Den Oever zum Festland wurde.

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Während ich den Bericht nun schreibe, liege ich mit LuMMEL in Medemblik am Ijsselmeer, wo ich am Samstagnachmittag nach ein paar Stunden „Bootfahren Ohne Motor“ – also Segeln – angekommen bin. Am Sonntag geht es dann zurück nach Warns, meinem Heimathafen. So endet ein sonniges, aber leider nur Leichtwind-Wochenende mit einem: So what? England muss warten!