Endlich Sonne!

Wie wir es schon vermutet hatten, die Fahrt nach Sylt wurde eine reine Motorfahrt. Gute 7 Stunden sind wir gen Norden getuckert.Gut, dass mein 1-Zylinder-Diesel sehr leise vor sich hin schnurrt und so ruhige Motorfahrten sicherstellt. Während der gesamten Überfahrt ist uns kein Segler begegnet, nur ein paar Fischer waren unterwegs. Und noch etwas ist auf dem Weg nach Sylt passiert. Die Wolkendecke war aufgerissen und wir erreichten unser Ziel bei azurblauem Himmel!

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Die Einfahrt in das Vortrapptief, also die Ansteuerung Richtung Hafen Hörnum in Süden von Sylt, war nicht problematisch. Allerdings lagen hier die Tonnen teilweise recht weit auseinander und waren daher recht schwer am Horizont auszumachen. Die eine oder andere könnte sicher mal ein bisschen Farbe vertragen, so dass man Rot auch als Rot erkennt. Ein Exemplar habe ich lange für einen (Leucht-)Turm an Land gehalten, erst als man näher kam konnte man erkennen, dass es tatsächlich eine Backbord-Tonne war.

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An ein Paar stellen wird es direkt neben dem Fahrwasser schon recht flach. Schön zu erkennen an den brechenden Wellen.

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Um drei Uhr waren wir fest im Hafen des Sylter Yachtclub’s. Einen Platzreservierung vorab ist hier anzuraten. Insbesondere in der Hochsaison können die wenigen Gästeplätze in den Boxen schnell belegt ein. Und dann heißt es im Päckchen liegen. Für Nicht-Wassersportler: Päckchenliegen  bedeutet, dass an einem Steg mehrere Boote nebeneinander festmachen. Und wenn man dann an vierter, fünfter Stelle liegt, ist das an Land gehen schon mal ein wahre Turnübung… Und der Hafen hat ein nagelneues Vereinsheim mit nun Topp-Sanitäreinrichtungen. Wie ich bei der Reisevorbereitung zuweilen hörte, war dies wohl auch dringend notwendig. Erst am Wochenende zuvor wurde es eingeweiht.

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Nach dem Anlegen mussten wir uns dann allerdings  etwas sputen. Noch schnell eine Cuppywurst am Hafen auf die Hand und dann zum Hapimag-Hotel in Hörnum, wo das Spiel Deutschland gegen Südkorea auf einer Großleinwand gezeigt wurde. Das Ergebnis ist bekannt…. wir hätten uns auch länger Zeit zum Essen nehmen können….

Nun lagen mindesten 2 Tage auf Sylt bei einer herrlichen Wettervorhersage vor uns. Mit Fahrrad und Bus wollten wir einen Eindruck von der Insel gewinnen. Für Annette und mich der erste Besuch auf Sylt. Wie es war? Hier ein Bilderbogen von unserem Besuch auf Sylt.

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Die berühmte Sansibar. Eigentlich eine normale Strandbude… wohl aber mit dem besten Marketingkonzept!
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Nein, keine Robben im Watt. Schafe!
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Der Hafen von Rantum. Für Boote mit mehr als 1,20 Tiefgang nicht erreichbar.

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Und zum Abschluss unseres Besuches auf Sylt hatten wir am Freitag Morgen noch einen Rundgang um die Hörnum Odde unternommen. Brauchte man vor Jahren dafür wohl noch 2,5 Stunden, so schafft manes heute in gut einer Stunde. Die Nordsee knabbert immer weiter an Sylt herum…

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Praktisch. Wenn man müde vom Radeln ist, nimmt der Bus die Räder Huckepack.
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Und „goschen“ waren wir natürlich auch…

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Und nicht zu vergessen der wohl berühmtestes Einwohner von Hörnum: Die Kegelrobbe Willi. Willi hat sich 1992 im Hafen von Hörnum angesiedelt. Schnell hat er gemerkt, dass es doch viel einfacher ist, sich von den Touristen versorgen zu lassen, als selber auf die Jagd zu gehen. Spezielle „Willi-Heringe“ verkaufen die Fischbuden im Hafen. Stück 1,50 €!

Sylt hat uns als Insel sehr gefallen. Wunderschöne Strände und eine tolle Natur. Und natürlich eine wahnsinnig hohe Porsche-Dichte 🙂

Für die Rückfahrt planen wir nun eine Nachtfahrt von Sylt direkt bis nach Norderney ohne einen nochmaligen Zwischenstopp auf Helgoland. Ca. 85 Seemeilen bei hoffentlich guten Winden, schönem Wetter und einer hellen Nacht! Schade, dass wir nicht noch etwas mehr Zeit haben. Auch Amrum, Föhr und die Halligen wären sicher einen Besuch wert…

 

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8 Gedanken zu “Endlich Sonne!

  1. Anonymous

    Ja ich hab dir immer gesagt dass Sylt schön ist. Aber oke, warum soll man einer Landratte auch glauben?!? 😦

    Also weiter Gute Reise!!

  2. Sehr schöne Eindrücke von Sylt. Ich war vor vielen Jahren das letzte Mal dort. Es scheint, als hätte sich viel getan. Zeit, mal wieder hin zu fahren.
    Was treibt euch zeitlich so vorwärts, dass ihr nicht verweilen mögt?

    1. Tja, wir haben ja noch einen Weg zurück bis nach Holland. Ich halte es eigentlich immer so, dass man besser gegen Ende bummeln kann als am Anfang. Schnell kommt eine Schlechtwetterphase und man hat keinen Puffer mehr… Ansonsten verweilen wir ganz gerne, Im Moment auf Juist!

      1. Ah, verstehe. Ich muss mich immer wieder an die ReiseGeschwindigkeit eines Segelbootes gewöhnen. Und dass das im Gegensatz zur Reise auf dem Fahrrad oder mit dem Auto noch viel mehr von den äußeren Umständen abhängig ist. Dieses Denken ist mir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen.
        Gibt es eigentlich immer noch eine Website auf der eure Route aufgezeichnet wird?

      2. Die aktuelle Position kannst du meist bei marinetraffic.de oder auch vesselfinder.de sehen. Die Route nur für einen kleinen Zeitraum glaube ich.

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