Endlich Sonne?

Für unseren Hafentag auf Helgoland hatten uns alle Wettervorhersagen endlich Sonne versprochen. Um 9:00 Uhr sollte der Sonnenschein losgehen. Ging aber nicht los. Sonnen-Start laut Wetteronline auf 11:00 verschoben. Um 11:00 ging es aber auch nicht los, wieder 2 Stunden nach hinten verschoben. Und so ging es den ganzen Tag weiter und wir bekamen den ganzen Tag die Sonne nicht zu Gesicht. Allerdings war es nur eine sehr dünne Wolkendecke, so dass man die Sonne wenigsten zeitweise erahnen und auch spüren konnte.

Den Tag starteten wir dann zunächst mit dem Bunkern von Spirituosen, die man hier zollfrei erwerben kann. Helgoland hat deshalb auch den Zweitnamen „Fuselfelsen“, wohl weil jedes 2 Geschäft ein Spirituosenhandel ist. Aber unser Ziel für diesen Tag war Hauptsächlich die benachbarte Dünen-Insel. Also machten wir uns gegen halb Eins auf den Weg zur Fähre. Ein wenig enttäuscht waren wir als wir erfuhren, dass die Düne an diesem Tag wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg schon um 15:00 Uhr verlassen werden musste. So blieben uns nur 2 Stunden Zeit für die Erkundung. Hätten wir doch den Fusel erst später gekauft…

Das Highlight der Düne ist eine Kolonie Kegelrobben und Seehunden, die sich die Insel als Raststätte zwischen Ihren Beutezügen (die sie teilweise bis nach Schottland führen) ausgesucht haben. So nahe wie hier, kommt man diesen Tieren wohl sonst nur im Zoo. Nähern darf man sich ihnen auf rund 30 Meter. In unmittelbarer Nähe ist auch ein bewachter Badestrand mit Strandkörben. Wenn man hier baden geht, kann es schon mal vorkommen, dass man von einer Robbe oder einem Seehund als Artgenosse wahrgenommen wird und sie neugierig um einen herum schwimmen. Diese und einige weitere Informationen haben wir von einer Nationalpark-Rangerin bekommen, die die Kolonie und auch die Vögel auf der Düne betreut und beobachtet.

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Unser weiterer Rundgang führte uns dann einmal um die gesamte Düne herum, am Flughafen von Helgoland vorbei, der auch auf der Düne ist und wieder zurück zum Anleger, der uns dann wieder zur Felseninsel zurückbrachte. Auch wenn 2 Stunden ein wenig kurz waren, war es ein sehr lohnenswerter Ausflug!

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Den Tag beschlossen wir dann bei Abendessen mit der Helgoländer Spezialität „Knieper“ in der Bunten Kuh. Knieper steht dabei für Kneifer und es handelt sich dabei um die Scheren eines Taschenkrebses. Diese kommen bereits vor-geknackt aus der Küche, so dass man sich direkt auf die Entnahme des Fleisches in den Kneifern kümmern kann. Mit verschieden Soßen und Weißbrot eine sehr leckere und vor allem eiweißhaltige Angelegenheit. Danke noch an Rainer von der SY-Swantje (www.sailing-rainer.eu) für diesen Tipp!

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Auch für Nicht-Segler ist Helgoland ein empfehlenswertes Ausflugsziel. Tagesfahrten kann man von Cuxhaven und Büsum aus starten. Und wer eine Nacht bleiben will, sollte Abends unbedingt Knieper in der urigen Buten Kuh essen!

Morgen soll es dann weiter nach Sylt gehen. Schon um 6 Uhr müssen wir dann aus den Federn, damit wir zu Hochwasser den Hafen von Hörnum erreichen können. Wind wird es wohl nur wenig geben, so dass wir von einer Motorbootfahrt ausgehen müssen. Aber vielleicht scheint ja dann mal die Sonne.

 

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4 Gedanken zu “Endlich Sonne?

  1. Ingrid Hoffmann

    Hallo ihr zwei, euch scheint es ja gut zu gehen!!! Knieper würde ich auch sofort essen u das ohne rumpopeln!!! Tolle Fotos!!! Bis bald, LG Ingrid

  2. Knieper hört sich gut an und sieht lecker aus. Würde ich auch gerne probieren, wenn ich Landratte mal wieder nach Helgoland übersetzen sollte…

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